Die Geschichte des Hauses
Die Geschichte des Hauses Bismarckstraße
57, in der das "Bismarck"-Contor zuhause ist, ist wirklich eine ungewöhnliche. Im 19. Jahrhundert, als Material noch knapp war und von unschätzbarem Wert, wurde ein Haus schonmal abgerissen und an anderer Stelle wieder aufgebaut. Lesen sie hierzu „Aus der Chronik Wilhelmshavens“ verfasst von Catharine Schwanhäuser im Jahre 1926:
[...] An der Hauptstraße hatte im Jahre 1856 ein untemehmender Geschäftsmann, der Kaufmann Reich, ein zweistöckiges Wohnhaus erbaut, jetzt Bismarckstraße 57. Dieses Haus hat eine besondere Geschichte. Nachdem die Sturmflut im Jahre 1854-55 in der Weihnachtswoche auf Wangerooge (Ostfriesische Insel) das Dorf teilweise vernichtet hatte, sodaß es aufgegeben werden musste, hatte der Kaufmann Reich dort ein Haus auf Abbruch gekauft und es hier wieder aufbauen lassen. Als erstes Logierhaus am Orte konnte es den Fremden eine gute Unterkunft bieten, bis sie eine Wohnung fanden. Im Keller war eine Wirtschaft eingerichtet, in der außer den Gästen die Post einen Unterkunftsraum hatte. Posthalter war anfangs der Wirt Ellers in AIt-Heppens. Der Reichsche Bau war das erste mehrstöckige Haus im ganzen Jadegebiet, es wurde allgemein als Wunderbau angesehen, da meist nur einstöckige Häuser mit Giebel gebaut wurden. [...]
So kam es, dass das ursprünglich auf Wangerooge stehende Haus durch den Wilhelmshavener Kaufmann Reich jetzt in Wilhelmshaven steht. Manchmal riecht man noch die frische Meerluft.
